Arbeiten von unschätzbarem Wert, für Heute und für die Nachwelt, leisten die Mitglieder der Heimatgruppe Knesebeck vom Heimat- und Kulturverein e.V. Knesebeck. So besuchten Hermann Heinecke und Otto Haber fast 10 Jahre beim Landkreis Gifhorn den Arbeitskreis, der sich mit der Erfassung und Deutung von Flurnamen im gesamten Landkreis Gifhorn befaßte. Für den Ort Knesebeck sind 136 Flurnamen ergründet und in einer stattlichen Sammlung, die auf dem Novembermarkt am kommenden Wochenende in einem Band vorgestellt werden, erfasst.
Flurnamen sind das Langzeitgedächtnis der Orte und Landschaften. In ihnen sind Informationen gespeichert, die uns heute Lebenden im Regelfall längst nicht mehr vertraut sind. Hier einige Beispiele: Hacken Wiese, an der Krummühler Grenze gelegen, vermutlich der Namen des früheren Besitzers, Quelle: aus dem Volksmund; Piepenbrink, nordöstlich vom Ort gelegen, Durchlass für Wasser (Piepe), Land am Hang (Brink). Nach diesem Schema haben Hermann Heinecke und Otto Haber mit Hilfe von Matthias Rode und Joachim Schulze die Knesebecker Flurnamen zusammengetragen und ihre Lage und Bedeutung für die Nachwelt festgehalten. Die insgesamt 136 überlieferten Flurnamen Knesebecks sind darüber hinaus unverzichtbare Basis für siedlungs- bzw. ortsgeschichtliche Untersuchungen des Ortes Knesebeck.
Bei der Deutung der Flurnamen wurde sich im Wesentlichen auf Ulrich Scheuermann ( Flurnamenforschung/ Schriften zur Heimatpflege Band 9 berufen. Sämtliche Flurnamen werden in mehreren Kartenauszügen am Ende dieser Sammlung in ihrer örtlichen Lage innerhalb der Umgebung Knesebecks dargestellt.
Bericht und Foto Siegfried Wilke