Seit über 30 Jahren kommen Menschen am Vorabend des 3. Advent zum Teil von weit her zur " Musik im Advent" nach Knesebeck. So freute sich Pastor Andreas Salefsky über die Zuhörer in der randvoll besetzten St. Katharinenkirche, die weihnachtlich und festlich geschmückt war an diesem Abend. Landesposaunenwart i. R. Heinrich Gades hatte ein exzellentes Programm zusammengestellt, in dem alle Facetten der adventlichen Botschaft meisterhaft zum Klingen kamen.
Ohne Notenpult dirigierte Heinrich Gades beide Ensembles, souverän und mit sicherer Hand und hervorragendem Gespür für die jeweiligen textlichen Aussagen der Kompositionen.
Perfektion bis ins kleinste Detail, saubere Intonation, Klangreinheit und starke Ausdruckskraft bei Chor und Bläsern zeichnete die Darbietung aus. ( Resonanz von den begeisterten Zuhörern).
Die eindringlich ergreifende Messe brève no. 7 in C von Charles Gounod, für die Dr. Heinrich Gades eigens den Bläsersatz geschrieben hat, unterstrich den ernsten Charakter der Adventszeit.
In den fröhlichen Weisen der europäischen Nachbarn (Schmückt das Fest mit Tannenzweigen aus England, Kommet nach Bethlehem aus Spanien, O seht der Engel Heere aus Tschechien) stand im Mittelpunkt die immer neue staunende Freude über das Kind in Bethlehem, die Heinrich Gades mit seinen Chören hörbar machte.
Klangprächtige Akzente setzten die Doppelchöre in dem Choral "Wie soll ich dich empfangen", sowie in den Kompositionen von Horst Soenke "Ein Kind ist uns geboren" und "Herbei o ihr Gläubigen".
In der Sonate in F-Dur von Tomaso Albinoni bewies der Knesebecker Bläserkreis sein herausragende Können und bot unter seinem Dirigenten ein Beispiel höchster barocker Blechbläserkunst.
In den wundervollen Beiträgen des Männerchores aus beiden Ensembles unter der Leitung von Dr. Heinrich Gades reihte sich der Dirigent Heinrich Gades unter die Sänger ein.
Mit dem triumphierenden "Halleluja" aus dem "Messias" von Georg Friedrich Händel fand die Musik einen strahlenden, jubelnden Schlusspunkt mit dem musikalischen Bekenntnis. Das Kind in der Krippe von Bethlehem ist der Herr der Welt.
Pastorin Christel Gades las adventliche Texte, welche die Aussage der Musik unterstrichen. Die Zuhörer lauschten sichtlich berührt und dankten mit großem Applaus.
Fotos und Text Siegfried Wilke