KNESEBECK

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Bei einer im Frühjahr 2019 stattgefundenen vor Ort Begehung im Bereich des Strandbades

(Förderverein Strandbad Knesebeck mit der Gruppe Wir für Knesebeck) haben die beiden Gruppen

gemeinsam „Mängelpunkte“ im Bereich des Strandbades ermittelt und dokumentiert.

Diese Mängelliste wurde gemeinsam mit dem Ortsrat, Vertretern der Stadt und dem

Förderverein Strandbad besprochen und ein Maßnahmenkatalog erstellt.

Nach Freigabe durch den Ortsrat und der Stadt Wittingen für bestimmte Vorhaben

hat die Gruppe Wir für Knesebeck dem Förderverein Strandbad Knesebeck Unterstützung und

Hilfestellungen zugesagt, der die Koordination und Abwicklung gegenüber der Stadt und dem Ortsrat

Knesebeck für die anstehenden Arbeiten innehat.

Für die Gruppe ging es diesmal ganz speziell um eine Fläche zwischen Badebereich und Campingfläche.

Das sogenannte alte „Hans Fuckner Haus“, das in seinem Bestand leider nicht mehr zu erhalten war.

Diese Fläche als Ziel möglichst kostengünstig herzurichten, wurde nun umgesetzt.

Was sich so einfach anhört, bedeute in der heutigen Zeit einen ordnungsgemäßem Rückbau mit Trennung

und anschließender sortenreinen Entsorgung alle anfallenden Materialien. So musste das Objekt in

zeitaufwendiger Kleinarbeit entsprechend Schritt für Schritt entkernt und abgebaut werden.

Diese Arbeiten sind aber nun beendet und die Fläche kann einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Zur Geschichte des Hauses kann Frau Carola Wink-Hartmann, geb. Fuckner, die mit ihren Eltern dort ab

ihrem 2. Lebensjahr (1949) bis 1966 gelebt hat, einiges berichten.

Das Haus kam aus britischem Kriegsbesitz und war mal eine englische Schmiede. Die Baracke wurde wie

auch die Häuser am Seeberg als Übergangsheim gebaut. Die Seebergbaracken wurden abgerissen, das

Fuckner-Haus blieb stehen.

Das Haus war in zwei Wohnungen eingeteilt mit je einem Keller, erreichbar durch eine Falltür. Die vordere

Wohnung zum See hin war die Bademeisterwohnung, die hintere wurde vermietet. Über den Beschluss zur

Vermietung gibt es noch alte Ratsprotokolle. Nachdem die vorderen Räume in den fünfziger Jahren frei

wurden, war es die Idee von Bürgermeister Hemmenstädt, dort Räumlichkeiten für Jugendliche zu schaffen.

So trafen sich dort sporadisch Jugendliche. Nachdem die Räume nicht mehr genutzt wurden, mieteten

Fuckners diese Räume dazu. Mit zwei Kindern war die bisherige Wohnung viel zu klein. Frau Fuckner lebte

dort noch nach dem Tode ihres Mannes 1989 bis 2016 alleine dort.

Frau Wink-Hartmann zu ihrem Leben dort:

-"Meine" Badeanstalt war mein Zuhause, dort habe ich die Natur und natürlich das Wasser lieben gelernt.

Das gesamte Gelände wird weiter mein Zuhause bleiben, unabhängig vom Abriss des Hauses. Ich liebe dort

das Rauschen der Bäume, den Geruch der feuchten Seeluft und das ganz spezielle Licht, wenn sich die

Sonne durch das Laub der Bäume im Wasser spiegelt.-

So empfinden es auch viele der „Dauercamper“ die dort im Sommerhalbjahr leben

Seit 2016 stand "An der Badeanstalt 3" leer.

Nun hoffen die beteiligten Vereine, dass das Gelände zu einem guten Zweck im Sinne der Besucher,

Schwimmer und Camper des schönen Strandbades wieder belebt und genutzt wird.

Ideen gibt es dazu schon viele, die aber in dieser Phase noch einer „Reifung“ bedürfen.

Fläche an der Badeanstalt 3 „Fuckner Haus“ hergerichtet.

Nächstes Projekt erfolgreich beendet.

„Wir für Knesebeck“ macht dem Namen alle Ehre!